Der Österreichische Kunstsenat

Der 1954 gegründete Österreichische Kunstsenat ist eine Gemeinschaft von einundzwanzig Trägern des Großen Österreichischen Staatspreises, aus den Bereichen Architektur, bildende Kunst, Literatur und Musik. Die Mitgliedschaft im Senat besteht lebenslang und ist ehrenamtlich. Der Kunstsenat tritt jährlich in unregelmäßigen Abständen mehrere Male zusammen, um seinen Aufgaben nachzugehen.

Aufgabe und Kompetenz des Kunstsenats

Die Aufgabe des Kunstsenats besteht darin, die Anliegen der Kunst in der Öffentlichkeit zu vertreten, die öffentlichen Stellen in wichtigen Fragen der Kunst zu beraten und Maßnahmen zur Kunstförderung und zur Bewahrung der kulturellen Substanz anzuraten. In seine Kompetenz fällt das alleinige Vorschlagsrecht für den Großen Österreichischen Staatspreisund das Vorschlagsrecht für die Berufung der Staatspreisträger in den Kunstsenat. Die Bestätigung der jeweiligen Vorschläge erfolgt durch das zuständige Ministerium.

Die Präsidenten des Österreichischen Kunstsenats

Alle drei Jahre wählt das Senatskollegium aus dem Kreis seiner Mitglieder einen Präsidenten und zwei Vizepräsidenten auf die Dauer von drei Jahren. Bisherige Präsidenten waren:

Clemens Holzmeister (1954-1967)
Rudolf Henz (1967-1980)
Roland Rainer (1980-1999)
Hans Hollein (1999-2012)
Josef Winkler (2012-)

Geschichte des Großen Österreichischen Staatspreis

Die Idee des Großen Österreichischen Staatspreis reicht in das Jahr 1934 zurück, bis 1937 wurde er für Einzelwerke verliehen. Im Jahr 1950 wurde die Idee wieder aufgegriffen, seit damals werden Künstler für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet. Bis 1970 wurden jährlich mehrere Staatspreise vergeben, ab 1971 nur mehr ein Staatspreis pro Jahr. Der Große Österreichische Staatspreis ist die höchste Auszeichnung der Republik für künstlerische Leistungen und ist derzeit mit € 30.000,00 dotiert.