10. Oktober 2017

GRATULATION! Verleihung des Großen Österreichischen Staatspreises 2017

Wien: Kulturminister Thomas Drozda überreichte heute im Kongress-Saal des Bundeskanzleramtes den Großen Österreichischen Staatspreis 2017 an Renate Bertlmann.

Vizepräsident Heinz Karl Gruber begründete die Nominierung des Kunstsenats in seiner Rede wie folgt: „Seit den 70er-Jahren hat sich Renate Bertlmann nicht nur in wesentlicher Position in die weibliche Performancegeschichte Österreichs eingeschrieben, sondern darüber hinaus in die erst jüngst in ihrer Bedeutung erkannten internationalen feministischen Avantgarde. Ihre Arbeiten haben im Kontext der feministischen Kunst eine ikonische Wirkung entfaltet. Sie zoomt - in der Stadt Freuds - auf die infantilen Lustgebiete und ihre verwirrenden sexuellen und aggressiven Attribute und schleust diese direkt und subversiv mit den Mitteln einer unverwechselbaren künstlerischen Sprache in die genderpolitische Realität ein. Schonungslos und drastisch, aber nicht ohne Komik, legt sie die Strukturen vor allem der weiblichen, aber auch der männlichen Phantasie frei. Es ist ihr gelungen, einen neuen Raum zwischen Protest, Überwindung und Befreiung zu schaffen. Durch ihre Kunst hat sie den Spielraum weiblicher Selbstbestimmung entschieden erweitert.“


https://www.bundeskanzleramt.gv.at/-/kulturminister-drozda-renate-bertlmann-steht-fur-feministische-avantgarde

11. November 2016

"Aber die größte Begabung ist doch die, auf der Welt sein zu können" Ilse Aichinger

Wien: „Vor wenigen Tage hat Ilse Aichinger ihren 95. Geburtstag gefeiert und die Mitglieder des Kunstsenats haben in ihrer Sitzung an sie gedacht. Tief betroffen müssen wir nun das Ableben einer der bedeutendsten österreichischen Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts zur Kenntnis nehmen“ so Josef Winkler. 1948 erschien ihr einziger Roman "Die größere Hoffnung" der zu den großen Werken der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur zählt. Für ihre Erzählungen, Gedichte und Hörspiele sowie Kurzfeuilletons "Unglaubwürdige Reisen" und "Journal des Verschwindens" erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen. Ilse Aichinger wurde 1995 mit dem Großen Österreichischen Staatspreis ausgezeichnet.

02. September 2016

Architektin Elke Delugan-Meissl neues Mitglied im Kunstsenat

Wien: Die Architektin Elke Delugan-Meissl wurde als neues Mitglied in den Österreichischen Kunstsenat aufgenommen. Sie folgt damit Joannis Avramidis nach, der im Jänner dieses Jahres verstorben ist. "Elke Delugan-Meissl zählt zu den anerkanntesten Persönlichkeiten der nationalen und internationalen Architekturszene. Ihre kritische Stimme und ihr Engagement werden eine große Bereicherung für den Österreichischen Kunstsenat sein. Wir heißen Elke Delugan-Meissl als neues Mitglied im Kunstsenat auf das herzlichste willkommen!", so Präsident Josef Winkler.

http://www.dmaa.at

28. Juni 2016

Verleihung des Großen Österreichischen Staatspreises 2016

Wien: Im Augustinerlesesaal der Nationalbibliothek überreichte Kulturminister Thomas Drozda den Großen Österreichischen Staatspreis 2016 an den Schriftsteller Gerhard Roth.

Präsident Winkler begründete die  Nominierung des Kunstsenats mit mit den "vielschichtigen zum Teil radikalen Arbeiten auf dem Gebiet der Architektur". "Ihre dezidiert gesprochene Formensprache, die komplexe Lösungen für komplexe Aufgaben signalisiert, lassen in den kommenden Gebäuden erahnen, dass auch in Zukunft mit der jungen österreichischen Architektur zu rechnen sein wird".

http://www.bundeskanzleramt.at/site/cob__63303/6592/default.aspx

16. Jänner 2016

Trauer und tiefe Betroffenheit im Kunstsenat über das Ableben von Joannis Avramidis

Wien: „Der Senat verliert mit dem Ableben von Joannis Avramidis einen der renommiertesten und progressivsten Bildhauer der österreichischen Nachkriegszeit. Der Erneuerer und Suchende nach der „absoluten Form“ hinterlässt ein große Lücke im Senat –wir werden ihn vermissen!“ so Präsident Winkler.

Joannis Avramidis wurde 1973 mit dem Großen Österreichischen Staatspreis geehrt, im selben Jahr wurde er auch Mitglied im Kunstsenat.